AfD zieht mit ca. 5,7% in Schleswig-Holstein ein, CDU stärkste Kraft, SPD verliert

AfD zieht mit ca. 5,7% in Schleswig-Holstein ein, CDU stärkste Kraft, SPD verliert

Die AfD schafft mit Spitzenkandidat Jörg Nobis den Einzug in den Schleswig-Holsteiner Landtag. Mit etwa 5,7% (ZDF) oder 5,9% (ARD) liegt die Partei damit etwa im Bereich der Prognosen. Die Piratenpartei ist, wie zu erwarten war, mit einem deutlichen Verlust von 7% raus und auch für die Linken reicht es nicht, mit einem Ergebnis von 3,4%.

Die CDU hat mit ihrem Spitzenkandidaten Daniel Günther die Landtagswahl in Schleswig-Holstein in der ARD-Prognose mit 33,1 Prozent unerwartet deutlich gewonnen. Auf die SPD entfallen 26,7 Prozent der Stimmen, womit die regierende „Küsten“-Koalition keine Mehrheit mehr hat.
Die Grünen bleiben kaum verändert bei 13%. Die FDP legt etwa 2,9% auf 11,1% zu und erzielt damit seit langer Durststrecke wieder ein gutes Ergebnis für die Partei.

Offen ist, wer künftig im nördlichsten Bundesland regieren wird. Die bisherige „Küstenkoalition“ aus SPD, Grünen und SSW hat keine Mehrheit mehr. Daniel Günther hat nun den Auftrag zur Regierungsbildung. Er strebt eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen (Jamaika) an. Möglich wäre auch eine große Koalition mit der SPD. Diese wollen aber weder Günther noch Albig.

Auch eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen hätte eine Mehrheit, nach der Prognose sogar eine Koalition aus CDU und Grünen, wenn auch nur hauchdünn. Albig hatte vor der Wahl angekündigt, bei einem Scheitern seiner Regierung einen „Plan B“ zu besitzen. Details nannte er jedoch keine. Mit der AfD will das Altparteienkartell bekanntlich nicht zusammenarbeiten. Allerdings gäbe es auch für die AfD keinen Grund eine Koalition einzugehen.

Hier sind die vorläufigen Ergebnisse im Überblick:

  • CDU – 33,1%
  • SPD – 26,7%
  • Grüne – 13%
  • FDP – 11,1%
  • AfD – 5,7%
  • SSW – 3,4%
  • Linke – 3,4%