Junge Alternative fordert Ausschluss der Türkei aus der NATO

Junge Alternative fordert Ausschluss der Türkei aus der NATO

Zum Einmarsch türkischer Truppen in den Nordirak erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Alternative, Markus Frohnmaier:

„Mit dem Einmarsch von Bodentruppen in den Nordirak hat die Türkei endgültig die Maske fallen lassen und sich einmal mehr als Staat entlarvt, der die politischen Grundsätze Europas nicht nur missachtet, sondern auch politisch im völligen Gegensatz handelt.

Dieser militärische Akt ist de facto nichts anderes als die Vorbereitung eines Angriffskrieges. Dies widerspricht den Grundsätzen der NATO eklatant. Da die NATO-Verträge einen Bündnisfall vorsehen, könnten für dieses Unterfangen auch deutsche Soldaten missbraucht werden. Um dies zu verhindern, muss die Türkei aus der NATO ausgeschlossen werden. Deutsche Soldaten dürfen nicht in einem türkischen Angriffskrieg verheizt werden.“

Sven Tritschler, ebenfalls JA-Bundesvorsitzender, bekräftigte Frohnmaiers Forderung:

„Die Türkei bricht nicht nur Völkerrecht, sie schließt sich einmal mehr aus der internationalen Staatengemeinschaft aus. Dass nicht zuletzt vor diesem Hintergrund auch die Beitrittsgespräche zur Europäischen Union abzubrechen sind, versteht sich von selbst. Die Europäische Union muss ein Bündnis von Rechtsstaaten sein. Auch die NATO-Mitgliedschaft muss unter diesen Umständen dringend auf den Prüfstand.“

 

Foto: flickr.com / Brookings Institution (CC)